die Geraer Linie

Dieses Foto der Familie Sommermeyer entstand 1968 in Leumnitz. Die Zwillinge Peter und Klaus fehlen, sie „mussten“ studieren.
Hintere Reihe von links: Heinrich, Hilde (Haushälterin), Charlotte, Günther und Anneliese.
Vordere Reihe von links: Josephine, Georg, Ella und Christian.

Eingefärbt von links: Andreas Ubrig und seine Eltern Elfriede (Schwester von Charlotte) und Franz.

Unten von links: Peter und rechts Klaus ebenfalls aus 1968.

Waren die männlichen Vorfahren noch in handwerklichen Berufen „unterwegs“, wie bspw. Carl Friedrich als Schmied, Günther und Heinrichs Urgroßvater, er wurde in Hilbersdorf bei Ronneburg geboren, so haben sich die nachfolgenden Generationen alle dem Zeigeleiwesen verschrieben.
Begonnen hat Gustav Erdmann 1873 in Gera-Leumnitz. Spätestens ab 1880 dann gemeinsam mit seinem Bruder Franz Otto (der genaue Zeitpunkt, wann Otto in die Firma eintrat, ist gegenwärtig nicht bekannt). Ab 1900 folgte die Ziegelei-Gründung in Kahla durch Hermann.
Nach den mündlichen Überlieferungen in der Familie soll Gustav am Hochzeitsmorgen, den 19.12.1875 ein Silbertablett mit „Goldmark-Münzen“ in Höhe von 60 – 80.000,- Mk. (?) als Mitgift vom Schwiegervater Carl Gottlob Beck erhalten haben. 
Diese Mitgift wird die Basis für die Errichtung der Ziegelei gewesen sein. Allerdings fand die Gründung breits 1873 statt.
Hat Gustav vorab das Geld erhalten?
Im Gegenzug, so berichtet die Familiengeschichte durfte er seine Agnes früh mit gerade mal 18 Jahren heiraten, aber nicht vor dem 21. Geburtstag „anrühren“??!! Offensichtlich hielten sich beide an diese Vereinbarung, denn ihr erstes Kind Paul Robert wurde im Sommer 1879 geboren. Leider verstarb er schon bald, er wurde nur 14 Tage alt.
Resümee: Nichts genauses weiß man nicht. Die Mitgift wird aber auf jeden Fall die finanzielle Grundlage zur Betreibung der Ziegelei gewesen sein.

Max hatte sich die Ziegelproduktion noch angeeignet wie schon sein Vater Gustav Erdmann und dessen Bruder Franz Otto.  Erst in der dritten Generation hat mit Günther der erste Keramikingenieur im Werk gearbeitet. Max und sein Sohn Heinrich erlernten den wichtigen Unternehmerberuf des Kaufmanns.
Der Autor und sein Zwillingsbruder Peter haben in Weimar an der Bauhaus Uni den Abschluss als Dipl.-Ing. für Baustoffverfahrenstechnik (Fachrichtung Keramik) gemacht. Sie hätten als Fachingenieure ins Familienunternehmen einsteigen können.
Seit Ende der 1970er Jahre hat der Autor im bezirksgeleiteten VEB Ziegelwerke Gera, Sitz Caaschwitz und nach der Wende in einschlägigen Unternehmen der Ziegelbranche der Bundesrepublik gearbeitet.

das Familienwappen

Seit wann die Geraer Familie Sommermeyer über ein eigenes Wappen verfügt, konnte bisher nicht „seriös“ ermittelt bzw. recherchiert werden. 
Die heraldische Erklärung der Wappen Symbolik stammt wohl aus den 1930er Jahren und könnte von Max beauftragt worden sein.